KnackBockBlog

The world shall perish not for lack of wonders, but for lack of wonder – JBS Haldane

Drogen zerstören Netzwerke im Gehirn

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…ja… gäääähn… Überraschung. Da Nervenzellen im Gehirn in Netzwerken organisiert sind, und Drogen nunmal auf Nervenzellen wirken, und diese gelegentlich mal sterben… na ja, sagen wir mal: semi-weltbewegend.
Ganze Netzwerke werden wohl kaum zerstört, zumindest nicht auf einmal… (natürlich kann man behaupten, wenn der Mensch tot ist sind alle Netzwerke zerstört) – erstens sind einzelne Nervenzellen höchstwahrscheinlich Teil von diversen Netzwerken; und zweitens würde die komplette Zerstörung eines Netzwerks mit dem vollständigen Verlust dessen einhergehen, was dieses Netzwerk repräsentiert hat (z.B. eine Erinnerung) – und nur weil man ein- oder mehrere Male Drogen genommen hat verschwindet eine beliebige Erinnerung nicht von jetzt auf gleich (habe ich mal gehört ^^).

Die Untersuchungen sind von Professor Andreas Büttner, dem Direktor des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Rostock. Ich dachte, das könnte ganz interessant sein; zumal ja in den gefühlten 10.000 News-Artikeln von der Auswertung der Gehirne von Drogentoten die Rede ist.

Ich hätte mir das auch gerne näher angeschaut, leider wird aus dem Exkurs über die Gehirne von Drogentoten eher ein Exkurs über Medien und PR.
Denn merke: Es gibt zwar vermutlich die Studie bzw. die Ergebnisse, aber noch keinerlei wissenschaftliche Veröffentlichung. D.h., noch haben keine unabhängigen Gutachter die wissenschaftliche Qualität der Studie untersucht, wie es einer Veröffentlichung üblicherweise vorausgeht. Und nirgends habe ich einen Hinweis finden können, wann und wo die Studie veröffentlicht werden soll, nicht mal bei der Uni Rostock selbst. Ist aber jetzt wohl auch nicht mehr wichtig… oder ?

Schade, bleibt nur der Autor als interessantes Gesicht für ‚heiteres Beruferaten‘ und die Hoffnung auf ein baldiges Erscheinen der Arbeit (und dass ich es bis dahin nicht vergessen habe). die Tatsache, dass sich die Pressemeldung (s.o.) der Uni Rostock manchmal in einen redaktionellen Text samt anderem Autor verwandelt. *

Ach ja, Cannabis wird im Text mehrfach erwähnt, obwohl es nach meinem Dafürhalten vergleichsweise wenige (um nicht zu sagen keine?) Drogentote verschulden sollte…

*Meine ursprüngliche Annahme war falsch. Der Text stammt von Herrn Wolfgang Thiel und wurde von der Uni Rostock übernommen. Ich hatte aber angenommen, die Uni schreibt ihre Pressemitteilungen selbst bzw würde einen Autor nennen wenn dem nicht so wäre. Ich bitte um Entschuldigung.

Autor: knackbock

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