KnackBockBlog

The world shall perish not for lack of wonders, but for lack of wonder – JBS Haldane

Der Bombardierkäfer

Ein Kommentar

Dieser kleine, eher unscheinbare Käfer ist ein Bombardierkäfer.


Brachinus spec. Wikipedia/Patrick Coin

Bombardierkäfer sind nicht via BIOPAT nach dem kanadischen Unternehmen benannt, sondern weil sie tun, was ihr Name verspricht: Bombardieren. Ihre Feinde. Mit chemischen Waffen!

Beheimatet sind sie keinesfalls nur in Libyen oder Irak, sondern es gibt auch bei uns in Mitteleuropa zwei Gattungen (Aptinus und Brachinus) mit insgesamt fünf Arten. Weltweit gibt es etwa 500 Arten.

Interessanter als Sytematik und Verbreitung ist aber die Verteidigungsstrategie (soweit bekannt, führen Bombardierkäfer keine Erstschläge): Die Käfer produzieren zwei sehr reaktive Chemikalien, Hydrochinon und Wasserstoffperoxid.
HydrochinonWasserstoffperoxid Diese werden von einer Drüse sezerniert und in einer Kammer gesammelt. Wird der Käfer nun angegriffen, werden die Chemikalien vom Speicher in eine Reaktionskammer gespritzt, außerdem werden zwei spezielle Enzyme hinzugegeben. Sofort beginnt die Umwandlung von Hydrochinon und Wasserstoffperoxid in giftiges Benzochinon, Wasser und Sauerstoff. Bei der Reaktion entsteht Wärme, außerdem baut sich ein hoher Druck in der Explosionskammer auf. Der Käfer leitet nun diese Reaktion auf seinen Angreifer: Er bombardiert seine Feine mit einem giftigen, etwa 100°C heissen Gasgemisch. Knallen tuts auch!

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Wikipedia

Autor: knackbock

Vielseitig

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