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The world shall perish not for lack of wonders, but for lack of wonder – JBS Haldane

Katze in Sahne auf polnische Art

2 Kommentare

Die Zutaten:

1 Katze; abgehangen
Buttermilch; zum Marinieren
1 Esslöffel Wacholderbeeren
1/3 Teelöffel Pfeffer gemahlen
1 grosse Zwiebel
1 Sellerie
2 Karotte
1 Petersilienwurzel
Salz
100 Gramm Butter; eventuell mehr, je nach Grösse der Katze
1 Steinpilz; getrocknet, eingeweicht
300 Milliliter Doppelrahm; leicht sauer mit
1 1/2 Teelöffel Mehl; verrührt

Die Zubereitung:

Eine abgehangene Katze, nach dem sie abgezogen und gesäubert worden ist, für zwei Tage in täglich gewechselter Buttermilch marinieren.

Anschliessend mit einem scharfen Messer die das Fleisch überziehenden Häute entfernen. Verwendet werden Rücken und Keulen. Aus dem Vorderteil, Leber, Herz, Lungen und eventuell dem Magen kann eine Pastete bereitet werden.

Die ausgenommene Katze mit fein zerkleinerten Wacholderbeeren und etwas gemahlenem Pfeffer einreiben und dann mit in dünne Scheiben geschnittenem Gemüse belegen.

Die so vorbereitete Katze einige Stunden lang an einem kühlen Ort lagern.

Danach das Gemüse wegnehmen, das Fleisch mässig salzen. In einen Schmortopf geben und mit frischen Butterstückchen belegen. Es darf noch ein getrockneter Steinpilz (nicht mehr) hinzukommen.

Den zugedeckten Schmortopf in die heisse Backröhre schieben.

Während des Bratens der Katze des öfteren mit dem Bratensaft übergiessen.

Ist das Fleisch gebraten, mit leicht saurer und dicker Sahne übergiessen, die mit dem Mehl gut verrührt wurde. Die Katze 10 ~ 15 Minuten in der Sahne schmoren lassen, damit die Sauce Geschmack erhält und entsprechend sämig wird.

In Portionsstücke geteilt, wird die Katze auf eine vorgewärmte Aufschnittplatte gelegt und mit der Sauce übergossen.

Nach: Maria Lemnis, Henryk Vitry, Altpolnische Küche und polnische Tischsitten, Verlag Interpress Warszawa 1979, Isbn 83-223-1817-0

Autor: knackbock

Vielseitig

2 thoughts on “Katze in Sahne auf polnische Art

  1. Boa, wie ekelig! Aber hinter dem eisernen Vorhang hatten die noch keine moderne Küche und haben sich scheinbar bei den Chinesen inspirieren lassen. Im Kommunismus war Hund und Katze bestimmt voll im Trend. Ich kann ja mal unsere Putzhilfe dazu befragen, was die von dem Rezept hält…😉
    Aber vielmehr interessiert mich, ob du das schon mal selber gekocht und gegessen hast. War es lecker? Da du ja aber keine Katze hast, musst du dir wohl erst eine aus der Nachbarschaft fangen. Hast du schon Fallen ausgelegt oder lockst du sie mit Futter in dein Haus?😉

  2. Nee, gegessen habe ich noch keine Katze und auch keinen Hund. Würde ich aber, wenn man es mir vorsetzt.
    Ich glaube, dass in ländlichen Gegenden der Schweiz auch heute noch Katzen gegessen werden, dass ist da irgendwie Tradition oder so… hat also nix mit dem Vorhang zu tun. Und wieso auch nicht?

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